Walter Paul: Unterschied zwischen den Versionen

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|LifeEventType=Bestätigung nicht in Rückkehrerkartei d. Israelitischen Kultusgemeinde
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|LifeEventType=Chronische Krankheit Basedow
|Beschreibung=Bestätigung dass Paul Walter, der am 20.10.1939 nach Nisko deportiert worden war, nicht in Rückkehrerkartei d. Israelitischen Kultusgemeinde Wiens aufscheint.
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|Beschreibung=Paul Walter litt laut seiner Tochter Ilse Rosenblum an Morbus Basedow, einer Schilddrüsenüberfunktion, die viele gesundheitliche Folgen haben kann.
|Datum=1959/10/05
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|Referenz=Bekanntgabe (105) Ilse Rosenblum beruflicher Werdegang, Krankheitsgeschichte Wien 13.9.1995 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 – 14939/E (WstLA)
|Ort=Wien, 1., Schottenring 25
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|Referenz=Bestätigung (11) Israelitische Kultusgemeinde 5.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|LifeEventType=Das Ende der Firma Hermann Walters Söhne, ein Bericht in der Kleinen Volkszeitung Originaltext
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|Beschreibung=Die Unterschrift der Mutter auf Wechsel gefälscht. Die Firma Hermann Walters Söhne, Textilwarenhandlung, I., Schwertgasse 4, als deren Gesellschafter drei Brüder, der 36jährige Max Walter, der L4jährige Ingenieur Ernst Walter, beide XV., Dingelstedtgasse 8, Paul Walter, und Rudolf Teweles fungierten, war im De­zember 1926 infolge großer geschäftlicher Ver­luste genötigt, um die Erisifnung des Aus­ gleichsverfahrens anzusuchen. Die Firma schloß Mit ihren Gläubigern einen Ausgleich aus 40 Prozent, der zu 30 Prozent vom Es-kompteur Bernhard Porges garantiert wurde. Porges hatte zu seiner Sicherstellung alle Aktiven und fünf Biankowechesel auf zu­sammen 5000 8 von den einzelnen Firmen­ gesellschaftern verlangt. Ueberdies mußte die Mutter der Brüder Walter, Frau Emilie Walter, und die Gattin Paul Walters, Frau Elfriede Walter, die als vermögend galten, diese fünf Akzepte gemeinsam garantieren. Da die Firma Walters Söhne die Ausgleichs­ bedingungen nicht erfüllte und sich für zahlungsunfähig erklärte, stand die Firma Walters Söhne vor dem Konkurs. Um diesen 1000 8 erhielt. Drei Monate später machte die Firma Wiesner die drei Wechsel mittels Zahlungsauftrages geltend. Da inzwischen Frau Emilie Walter gestorben war, erhob der Verlassenschaftskurator die Einwendung, daß die Unterschrift der Frau Walter auf den Wechseln nicht echt sei. Max Walter erklärte bei Gericht, daß er auf allen fünf Wechseln, allerdings im Einverständnis mit seiner Mmter, ihre Unterschrift gefälscht habe. Da die Firma Wiesner u. Comp, mehr als 3000 8 an die Gläubiger der Firma Walter- Söhne ausbezahlt hatte, erachtete sich die Firma Guttenberg um diesen Betrag geschädigt und erstattete die Anzeige beim Polizeikonumssariat Mariahilf, das die Verhaftung Max Walters verfügte. Ernst Walter, dem die Fälschung der Akzepte durch seinen Bruder bekannt war, wurde wegen Verdachts der Mitschuld am Be­trug der Staatsanwaltschaft angezeigt.
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|Ort=Wien
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|Referenz=Kleine Volkszeitung 22.2.1928: Die Unterschrift der Mutter auf Wechseln gefälscht. S.10
 
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|LifeEventType=Beschluss Todeserklärung 9.5.1945
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|LifeEventType=Bürge für Ehefrau betreffend Schuldentilgung
|Beschreibung=Beschluss des Landesgerichts, dass Paul Walter rückwirkend mit 9.5.1945 für tot erklärt wurde. Das Datum wurde gewählt weil an diesem Tag der Krieg beendet und Lagerinsass*innen frei gelassen wurden
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|Beschreibung=Laut einem Bericht in der Wiener Zeitung trat Paul Walter als Bürge für seine Frau ein, die zur Tilgung ihrer Schulden einen Ausgleich mit ihren Gläubigern erzielt hatte.
|Datum=1960/02/29
 
 
|Ort=Wien
 
|Ort=Wien
|Referenz=Beschluss (27) Todeserklärung Paul Walter. 48 T 1287/59-5 Landesgericht Wien 29.2.1960 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|Referenz=Wiener Zeitung 3.11.1928: Eintrag auf Schuldentilgung Elfriede Walter S.14
 
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|LifeEventType=Chronische Krankheit Basedow
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|LifeEventType=Bestätigung nicht in Rückkehrerkartei d. Israelitischen Kultusgemeinde
|Beschreibung=Paul Walter litt laut seiner Tochter Ilse Rosenblum an Morbus Basedow, einer Schilddrüsenüberfunktion, die viele gesundheitliche Folgen haben kann.
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|Beschreibung=Bestätigung dass Paul Walter, der am 20.10.1939 nach Nisko deportiert worden war, nicht in Rückkehrerkartei d. Israelitischen Kultusgemeinde Wiens aufscheint.
|Referenz=Bekanntgabe (105) Ilse Rosenblum beruflicher Werdegang, Krankheitsgeschichte Wien 13.9.1995 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 14939/E (WstLA)
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|Datum=1959/10/05
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|Ort=Wien, 1., Schottenring 25
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|Referenz=Bestätigung (11) Israelitische Kultusgemeinde 5.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
 
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|LifeEventType=Das Ende der Firma Hermann Walters Söhne, ein Bericht in der Kleinen Volkszeitung Originaltext
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|LifeEventType=Beschluss Todeserklärung 9.5.1945
|Beschreibung=Die Unterschrift der Mutter auf Wechsel gefälscht. Die Firma Hermann Walters Söhne, Textilwarenhandlung, I., Schwertgasse 4, als deren Gesellschafter drei Brüder, der 36jährige Max Walter, der L4jährige Ingenieur Ernst Walter, beide XV., Dingelstedtgasse 8, Paul Walter, und Rudolf Teweles fungierten, war im De­zember 1926 infolge großer geschäftlicher Ver­luste genötigt, um die Erisifnung des Aus­ gleichsverfahrens anzusuchen. Die Firma schloß Mit ihren Gläubigern einen Ausgleich aus 40 Prozent, der zu 30 Prozent vom Es-kompteur Bernhard Porges garantiert wurde. Porges hatte zu seiner Sicherstellung alle Aktiven und fünf Biankowechesel auf zu­sammen 5000 8 von den einzelnen Firmen­ gesellschaftern verlangt. Ueberdies mußte die Mutter der Brüder Walter, Frau Emilie Walter, und die Gattin Paul Walters, Frau Elfriede Walter, die als vermögend galten, diese fünf Akzepte gemeinsam garantieren. Da die Firma Walters Söhne die Ausgleichs­ bedingungen nicht erfüllte und sich für zahlungsunfähig erklärte, stand die Firma Walters Söhne vor dem Konkurs. Um diesen 1000 8 erhielt. Drei Monate später machte die Firma Wiesner die drei Wechsel mittels Zahlungsauftrages geltend. Da inzwischen Frau Emilie Walter gestorben war, erhob der Verlassenschaftskurator die Einwendung, daß die Unterschrift der Frau Walter auf den Wechseln nicht echt sei. Max Walter erklärte bei Gericht, daß er auf allen fünf Wechseln, allerdings im Einverständnis mit seiner Mmter, ihre Unterschrift gefälscht habe. Da die Firma Wiesner u. Comp, mehr als 3000 8 an die Gläubiger der Firma Walter- Söhne ausbezahlt hatte, erachtete sich die Firma Guttenberg um diesen Betrag geschädigt und erstattete die Anzeige beim Polizeikonumssariat Mariahilf, das die Verhaftung Max Walters verfügte. Ernst Walter, dem die Fälschung der Akzepte durch seinen Bruder bekannt war, wurde wegen Verdachts der Mitschuld am Be­trug der Staatsanwaltschaft angezeigt.
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|Beschreibung=Beschluss des Landesgerichts, dass Paul Walter rückwirkend mit 9.5.1945 für tot erklärt wurde. Das Datum wurde gewählt weil an diesem Tag der Krieg beendet und Lagerinsass*innen frei gelassen wurden
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|Datum=1960/02/29
 
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|Referenz=Kleine Volkszeitung 22.2.1928: Die Unterschrift der Mutter auf Wechseln gefälscht. S.10
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|Referenz=Beschluss (27) Todeserklärung Paul Walter. 48 T 1287/59-5 Landesgericht Wien 29.2.1960 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|LifeEventType=Bürge für Ehefrau betreffend Schuldentilgung
 
|Beschreibung=Laut einem Bericht in der Wiener Zeitung trat Paul Walter als Bürge für seine Frau ein, die zur Tilgung ihrer Schulden einen Ausgleich mit ihren Gläubigern erzielt hatte.
 
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|Referenz=Wiener Zeitung 3.11.1928: Eintrag auf Schuldentilgung Elfriede Walter S.14
 
 
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|Verhältnis=Bruder
 
|Verhältnis=Bruder
 
|Referenz=Kleine Volkszeitung 22.2.1928: Die Unterschrift der Mutter auf Wechseln gefälscht. S.10
 
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|Ort=Wien, 9., Severingasse 6/3/13
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|Start=1930/09/19
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|Ende=1931/03/04
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|Referenz=Meldedaten (18) Ilse Rosenblum 1928-1938 Bundespolizeidirektion (ZMA) 21.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|Ort=Wien, 4., Margaretenstraße 47/2/II/22
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|Referenz=Meldedaten (18) Ilse Rosenblum 1928-1938 Bundespolizeidirektion (ZMA) 21.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|Ort=Wien, 7., Neustiftgasse 55/2/IV/36
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|Start=1931/08/11
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|Referenz=Meldedaten (18) Ilse Rosenblum 1928-1938 Bundespolizeidirektion (ZMA) 21.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|Ort=Wien, 3. Metternichgasse 7/2/II/7
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|Start=1932/06/16
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|Ende=1932/08/02
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|Referenz=Meldedaten (18) Ilse Rosenblum 1928-1938 Bundespolizeidirektion (ZMA) 21.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|Ort=Wien, 2., Am Tabor 1/1/2
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|Start=1932/08/14
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|Ende=1938/11/15
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|Referenz=Meldedaten (18) Ilse Rosenblum 1928-1938 Bundespolizeidirektion (ZMA) 21.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
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|Ort=Wien, 2., Kleine Pfarrgasse 15/5
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|Referenz=Meldedaten (18) Ilse Rosenblum 1928-1938 Bundespolizeidirektion (ZMA) 21.10.1959 In Opferfürsorgeakt. M.abt 12 - 14939/E (WStLA)
 
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Version vom 4. Januar 2022, 23:36 Uhr

Vorname Paul
Familienname Walter
Geschlecht männlich
Referenz (Name): Höfler, Ida Olga 2015: Die jüdischen Gemeinden im Weinviertel und ihre rituellen Einrichtungen 1848-1928/45. Pilum Literatur Verlag. Strasshof: S. 911
Geburt
Tod
Aktueller Status
Pers. Ereignisse
Familienangehörige

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Wohnsitze
Ereignisse
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